Wir machen Wetter

Projekt Strahlenschutz Duisburg


In der Nacht des 26. April 1986 ereignete sich im Atomkraftwerk Tschernobyl der weltweit schwerste Unfall in der zivilen Nutzung der Atomenergie. Es hat lange gedauert bis das Volk informiert wurde. Kann man den staatlichen Behörden trauen? Vor ein paar Jahren transportierte man 200 Kilogramm Plutonium über die Achse Moers-Duisburg-Oberhausen nach Brokdorf. Die gefährlichsten Atomkraftwerke Europas stehen in der Ukraine, Frankreich, Belgien, Bulgarien, Tschechien, Großbritannien und Deutschland – also komplett um uns verteilt. In der Bundesrepublik Deutschland finden jährlich ca. 500.000 Transporte radioaktiver Stoffe statt. Ungefähr 1.400 Ver­sand­stücke mit radio­akti­vem Inhalt werden auf Straße, Schiene, zur See und in der Luft quer durch Deutsch­land be­för­dert. Wir sitzen auf einem Pulver (Strahlen) Fass.

Wir haben keine Sinnesorgane, um radioaktive Strahlung wahrnehmen zu können. Doch läßt sich die Radioaktivität mit einem Profi-Geigerzähler sehr gut messen. Unser Messgerät von der Firma Gamma Scout, wurde 3 Tage vom Institut für Physikalische Chemie und Radiochemie der Hochschule Mannheim getestet, kalibriert und für geeignet ermittelt.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger können unsere Messdaten rund um den Strahlenschutz online abrufen. Der Geigerzähler misst stündlich die natürliche Strahlenbelastung. Rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr. So wird sichergestellt, dass eine Erhöhung der Strahlung unverzüglich bemerkt wird. Unfälle mit radioaktiven Materialien haben deutlich gemacht, wie wichtig es ist, über ein genaues Messsystem zu verfügen, um auf der Basis genauer Informationen Vorsorgemaßnahmen zum Schutz der Bevölkerung einzuleiten.  

Wir messen in der Einheit μSv/h (Mikrosievert pro Stunde) Die natürliche Strahlung bewegt sich in Deutschland je nach örtlichen Gegebenheiten zwischen 0,05 μSv/h und 0,2 μSv/h.

 



Gamma-Ortsdosisleistung


 

20.09.20

0,115 μSv/h

21.09.20

0,140 μSv/h

22.09.20

0,132 μSv/h

23.09.20

0,123 μSv/h